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Das Land NigerDer Fluss Niger, der dem Land seinen Namen gab, streift es eigentlich nur im Südosten. Nur hier ist Landwirtschaft möglich. Denn über zwei Drittel des Landes sind Gebirge und Wüste, die sich immer weiter aus breitet. Dies bietet keine Grundlage für technologischen oder wirtschaftlichen Fortschritt. Die Mehrzahl der etwa 10 Millionen Nigrer müssen mit weniger als 1 Euro pro Tag auskommen. Fast alle Nigrer leben von der Arbeit in der Landwirtschaft und versuchen durch den Anbau von Feldfrüchten sich und ihre Familie zu versorgen. Nur 70.000 empfangen regelmäßige Löhne oder Gehälter. Seit 1968 kämpfen die Bauern immer wieder mit verheerenden Dürre-katastrophen, die oft die gesamte Ernte zerstören. Unterernährung und daraus hervorgehende Krankheiten sind die Folge. Über 80% der Männer und 93% der Frauen sind Analphabeten. Durch die verbreitete nomadische Lebensweise kann eine Schulpflicht für Kinder nicht durchgesetzt werden. Außerdem fehlt es dem Land an qualifiziertem Lehrpersonal und an finanziellen Mitteln. In der Hauptstadt Niamey (ca. 1.2 Millionen Einwohner) erinnern einige Boulevards mit typischen französischen Straßencafés an die ehemalige Kolonialmacht. Frankreich musste aber lange kämpfen, um die aufständischen Tuareg, zu bezwingen. Den Kolonialstatus erhielt das Land erst 1922 und wurde 1960 wieder unabhängig. Einzig in den 70er Jahren erlebte Niger durch den Abbau von Uran einen wirtschaftlichen Aufschwung. Als bald darauf die Weltmarktpreise fielen, blieben die Einnahmen aus. Seitdem ist Niger oftmals auf die Hilfe anderer Länder an-gewiesen, um Hungersnöte zu verhindern. Auch die politische Lage kann nicht als stabil bezeichnet werden. Viele Regierungen gelangten durch Putsch, Wahlfälschung und Bestechung an die Macht und beuteten das Land zum eigenen Vorteil aus. Das Land Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.
Ländername: République du Niger Klima: Semiarid bis vollarid; Regenzeit von Juli bis Sept./Okt. Von Nov. bis März sehr warm, April bis Juni sehr heiß (45°) und trocken, Juli bis Okt. z.T. sehr heiß und feucht. Niederschlagsmenge zwischen 200 und 500 mm/J. Lage: Binnenland zwischen Wendekreis des Krebses (nördlichster Punkt) und 12 Grad nördlicher Breite (südlichster Punkt) in der Sahara, Sahel- und Sudanzone. Gemeinsame Grenzen nach W: Burkina Faso und Mali, nach N-NW: Algerien, nach N-NO: Libyen, nach O: Tschad, nach S: Nigeria und S-W:Benin Größe: 1.267.000 qkm Hauptstadt: Niamey - ca. 1,2 Millionen Einwohner Bevölkerung: ca. 10 Mio. Einwohner (davon ca. 1,5 Mio. Nomaden), Bevölkerungswachstum 3,3% Ethnien: Haussa (50 - 55%), Djerma (20 – 24%), Tuareg (ca. 10%), Peulh (unter 10%), Kanouri (ca. 4%) und kleinere, darunter Toubou, Araber, Gourmantché, Maouri (ca. 1,5%) Landes-sprachen: Amtssprache französisch, wichtigste Landessprachen Haussa, Djerma, Tamaschek (Tuareg) Religionen: Sunnitische Moslems 95%, Animisten 4,5%,Christen 0,5% Nationaltag: 18.12. (Tag der Ausrufung der Republik 1958) Unabhängigkeit 03. August 1960 Staatsform/Regierungsform: Nach der Verfassung vom 25.11.2010 semipräsidentielle Republik. Die neue Verfassung korrigierte auf Druck der Militärs Mängel und Fehler aus der Vergangenheit. Insbesondere wurden die Rolle der Nationalversammlung und des Verfassungsgerichts gestärkt. Zugleich wurden Möglichkeiten zur Verfassungsänderung bzw. der Anwendung von "Notstandsgesetzen" durch den Präsidenten eingeschränkt. Staatsoberhaupt: Am 7. April 2011 wurde Mahamadou Issoufou als erster Präsident der 7. Republik in das Amt eingeführt. Damit fand die Übergangszeit nach dem Militärputsch vom 18.02.2010 ihr Ende. Demokratie und Verfassungsmäßigkeit wurden wieder hergestellt. Regierungschef: Birgi Rafini (Ernennung am 7.04.2011) Außenminister: Staatsminister, Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Zusammenarbeit, afrikanische Integration und Angelegenheiten der Nigrer im Ausland Bazoum Mohamed (Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland/ Stand: Juni 2011)
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