Phase 4

Nach etwa einer Woche stirbt das betroffene Gewebe ab und löst sich in der vierten und letzten Phase der Krankheit vom Gesicht. Heilungsversuche des Körpers, die offenen Wunden durch Narbenbildung wieder zu schließen, führt häufig zur Kiefersperre. Das Essen wird dadurch äußerst erschwert oder unmöglich und viele Kinder verhungern in dieser Phase. Sie können selbständig nicht genügend Nahrung aufnehmen oder dürfen aufgrund ihrer Entstellungen mit anderen nicht an einem Tisch sitzen. Außerdem sind Kiefersperren auch gefährlich, da die Kinder bei Erbrechen ersticken können. Nur operative Eingriffe können hier helfen. Selbst wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind, lösen sich oft im Inneren des Mundes Knochen auf und es kommt zu Muskelschäden.

Zunächst muss die Kiefersperre gelöst werden, die wegen des geschlossenen Mundes als besonders schwierige Operation gilt. In den meisten Fällen sind Knochentransplantationen notwendig, die nur in sehr aufwendigen Operationen in Europa möglich sind. Gleichzeitig muss auch Gewebe transplantiert werden, um Schäden im Gesicht zu decken. Reicht das vorhandene Gewebe im Gesicht aus, die Schäden zu decken, können solche Operationen problemlos in Niger durchgeführt werden.

Wir sind sehr froh darüber, dass es zwischenzeitlich möglich ist in unseren Kliniken in Niger und Guinea-Bissau auch Patienten zu operieren, denen Gewebe am Rücken oder anderen Körperteilen entnommen werden muss, um Defekte im Gesicht zu decken. Durch den mittlerweile erreichten hohen Standard in den Krankenhäusern und die gute Ausbildung unserer Ärzte, müssen diese Operation nun nicht mehr in Europa durchgeführt werden, was erhebliche Kosten spart und die Noma-Kinder auch nicht aus ihrem Umfeld reißt.

Phase 4

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