Transparenz ist uns wichtig!

Die Hilfe für die an Noma erkrankten Kinder wären ohne Ihre finanzielle Unterstützung nicht möglich. Dabei ist es uns sehr wichtig, Ihnen transparent zu machen, wie Ihre Spende eingesetzt wird.

Ich möchte Ihnen dazu zunächst einige Hintergrundinformationen geben. In den ersten zehn Jahren des Vereins waren wir als ehrenamtliche Mitglieder bei der Spendensammlung völlig auf uns allein gestellt. In den Jahren, in denen wir die Möglichkeit hatten, im Fernsehen über unsere Arbeit zu berichten, stiegen die Einnahmen -- und fielen in den „Fernseh-freien“ Jahren wieder stark zurück. Dies ließ keine kontinuierliche Arbeit zu, die Hilfe erst möglich macht und dauerhaft sichert.

Beim Kampf gegen Noma ging und geht es nicht darum, kurzfristig oder einmalig einigen Kindern zu helfen. Wir wollten und müssen versuchen, die Krankheit zu stoppen und dies ist nur durch Aufklärung, Prävention und Präsenz möglich. Deshalb haben wir in sechs von acht Regionen des Landes Stationen eingerichtet, die monatliche Fixkosten verursachen. In den beiden Regionen Zinder und Diffa werden wir wahrscheinlich demnächst auch noch Stationen eröffnen müssen, da die Regierung nachgefragt hat, ob wir die Hilfe dort auch übernehmen könnten. In Guinea-Bissau sind wir mittlerweile ebenfalls mit einer Noma-Station (und ab 2012 mit dem neuen Noma-Zentrum) vertreten, um Noma unter Kontrolle zu bringen.

Hohe Kosten für notwendige Infrastruktur

Neben Gehältern für die angestellten Krankenpfleger vor Ort benötigen wir dort auch Geld, um zum Beispiel neue Fahrzeuge anzuschaffen, die im Wüstenland Niger und im tropischen Guinea-Bissau innerhalb kurzer Zeit verschlissen sind. Denn nur mit den geeigneten Fahrzeugen können unsere Mitarbeiter in die entlegenen Dörfer gelangen, um Kinder mit Noma zur Station zu bringen.

Dazu kommt die Klinik in der nigrischen Hauptstadt Niamey, in der wir Kinder operieren können. Das neue Trainingszentrum, in dem wir in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation medizinisches Personal aus Westafrika in der Behandlung und Prävention von Noma schulen, muss ebenfalls finanziert werden. Von ursprünglich fünf Hungerzentren, die zur Versorgung von unterernährten Kindern – und damit zur Prävention von Noma – eingerichtet wurden, mussten wir vier Zentren aus Geldmangel wieder schließen.

Insgesamt werden für die nachhaltige Arbeit in Niger jährlich rund 2 bis 2.5 Millionen Euro benötigt. Dazu kommt noch einmal rund eine Million Euro, um die Arbeit in Guinea-Bissau, das wie Niger eines der ärmsten Länder der Welt ist, die Hilfe zu gewährleisten. Mit den bisherigen Spenden war dies nicht mehr möglich und so stand der Verein 2004 vor einer Grundsatzentscheidung: Fahren wir die Hilfe drastisch zurück oder holen wir uns professionelle Hilfe, um langfristig die Arbeit in Afrika finanziell abzusichern?

Entscheidung für professionelles Fundraising

Nach langen und reiflichen Überlegungen entschied sich die Mitgliederversammlung am 29. September 2004 für die Unterstützung von außen, die viele andere Organisationen schon längst in Anspruch nahmen.

Der Aufbau eines so genannten Spenderstammes ist teuer und die Bindung der Unterstützerinnen und Unterstützer erzeugt Kosten. Zahlreiche Spendenbriefe müssen konzipiert, erstellt und verschickt werden, um eine verlässliche und stabile Anzahl von Spenderinnen und Spendern zu etablieren. Die Versandkosten der Spenderbriefe verursachen rund ein Drittel der Verwaltungskosten; die Herstellung der Briefe, Überweisungsträger, Faltblätter, Beileger, Telemarketing und andere Aktionen ergeben den Rest.

Nur so konnten wir eine solide, finanzielle Basis schaffen, bzw. können wir diese erhalten, um die Weiterführung unserer Arbeit in Afrika zu garantieren. Seit dem Einsatz professioneller Fundraiser konnten wir unsere Spendeneinnahmen mehr als verdoppeln: Während wir in den Jahren 2000 bis 2003 ein durchschnittliches Spendenaufkommen von rund 1,1 Millionen Euro hatten, erhielten wir im Zeitraum von 2004 bis 2010 durchschnittlich rund 2,8 Millionen Euro.

Die Kosten der Spendenwerbung

Entscheidend für uns ist, dass dabei stets die Vorgaben der Finanzbehörden und des Gesetzgebers konsequent eingehalten werden. So gewährleisten wir, dass unser Verein vom Finanzamt Regensburg als gemeinnützig und mildtätig anerkannt wird.

Unser Verein unterschreitet die Vorgaben des Gesetzgebers von 50% Verwaltungsausgaben beträchtlich. So konnten wir im Jahr 2010 die Verwaltungsausgaben auf 11,46% unserer Einnahmen begrenzen. Denn alle unsere Mitglieder und Funktionäre arbeiten ehrenamtlich und ohne jegliche Vergütung.

Gleichzeitig müssen wir aber auch jedes Jahr durch Öffentlichkeitsarbeit -- also in erster Linie durch Verschickung von Infomaterial an potentielle Spender -- sicher stellen, dass die Menschen in Deutschland über die Krankheit erfahren und unsere Arbeit finanziell unterstützen. Diese Kosten für satzungsgemäße Öffentlichkeitsarbeit fallen zwar nicht unter den Bereich Verwaltungskosten. Trotzdem gehen sie von den Mitteln ab, die in Afrika eingesetzt werden können. Bezogen auf die im Jahr 2010 vereinnahmten Gelder wurden Ausgaben in folgender Höhe getätigt:


Die oben gezeigte Grafik können Sie über einen Klick auf den folgenden Textlink auch herunterladen:

Verwendung_von_Spenden_2010.pdf

Wie Sie aus der Grafik entnehmen können, gingen 2010 63,25% unserer Geldeinnahmen in die direkten Hilfsprojekte in Afrika. Dazu kamen 7,99% für Investitionen in Afrika: Hier handelt es sich um Kosten des Baus des neuen Noma-Zentrums in Bissau sowie die Einrichtung für den dortigen OP.

Bei den Verwaltungskosten sehen Sie, dass der Großteil hier für die Spendenwerbung benötigt wird. Der Verein selbst hatte 2010 nur Verwaltungskosten von 0,39% der Geldeinnahmen.

Helfen Sie uns bei der Suche nach einer alternativen Finanzierung!

Ich hoffe Sie stimmen uns zu, dass wir im Kampf gegen Noma nachhaltig helfen müssen. Wir überprüfen derzeit Möglichkeiten, die weiterhin hohen Kosten für die Absicherung unserer Arbeit zu reduzieren.

Falls Sie Vorschläge haben, wie wir dies erreichen können und gleichzeitig den Kindern in Afrika effektiv helfen können, bitten wir Sie, uns dies mitzuteilen -- am besten per E-mail unter fragen(at)hilfsaktionnoma(punkt)de. Wir beantworten auf diesem Weg selbstverständlich auch gerne alle weiteren Fragen, die Sie haben!

Wir machen Ihnen darüber hinaus mit dem Jahresbericht auch den Finanzbericht der Hilfsaktion Noma, erstellt durch das Regensburger Steuerbüro Ehrl, Baier & Kollegen, auf unserer Internetseite zugängig.

Klicken Sie bitte auf diesen Text, um den Jahres- und Finanzbericht zu sehen.

Falls Sie von uns keine Post mehr erhalten wollen, respektieren wir diesen Wunsch selbstverständlich. Wir bitten Sie, uns dazu per E-mail unter fragen(at)hilfsaktionnoma(punkt)de folgende Informationen mitzuteilen, damit wir Sie aus der Datenbank nehmen können:

Vor- und Zuname

Straße und Hausnummer

Postleitzahl und Ort

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie trotz sofortiger Löschung Ihrer Daten manchmal auch nochmalig Post von uns erhalten können, da der Versand bereits in Auftrag gegeben ist.

Allen Spendern und Unterstützern an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön im Namen der an Noma erkrankten Kinder!