Transparenz

Transparenz ist uns wichtig!

Transparenz

Die Hilfe für die an Noma erkrankten Kinder wären ohne finanzielle Unterstützung durch Spenderinnen und Spender nicht möglich. Deshalb ist es uns sehr wichtig, transparent zu machen, wie wir die Spendengelder verwenden.

Wir möchten Ihnen dazu zunächst einige Hintergrundinformationen geben. In den ersten zehn Jahren des Vereins waren wir als ehrenamtliche Mitglieder bei der Spendensammlung völlig auf uns allein gestellt. In den Jahren, in denen wir die Möglichkeit hatten, im Fernsehen über unsere Arbeit zu berichten, stiegen die Einnahmen — und fielen in den „Fernseh-freien“ Jahren wieder stark zurück. Dies ließ keine kontinuierliche Arbeit zu, die Hilfe erst möglich macht und dauerhaft sichert.

Beim Kampf gegen Noma ging und geht es nicht darum, kurzfristig oder einmalig einigen Kindern zu helfen. Wir wollten und müssen versuchen, die Krankheit zu stoppen. Dies ist nur durch Aufklärung, Prävention und Präsenz möglich. Deshalb haben wir in Niger eine chirurgische Klinik, vier Kinderhäuser, ein Trainingszentrum und ein Ernährungszentrum eingerichtet, die monatliche Fixkosten verursachen. In Guinea-Bissau sind wir mittlerweile ebenfalls mit einer chirurgischen Klinik mit Trainingszentrum und einem Kinderhaus vertreten, um Noma unter Kontrolle zu bringen. Seit 2011 ist die Hilfsaktion Noma e.V. Koordinationspartner der WHO. Gemeinsam wollen wir die Gesundheitsministerien in den Ländern Afrikas unterstützen, selbst präventiv und aufklärend gegen die Krankheit Noma vorzugehen. Darüber hinaus unterstützen wir auch andere Organisationen, die sich dem Kampf gegen Noma gewidmet haben.

Hohe Kosten für notwendige Infrastruktur

Neben Gehältern für die angestellten Krankenpfleger und Ärzte vor Ort benötigen wir dort auch Geld, um zum Beispiel neue Fahrzeuge anzuschaffen, die im Wüstenland Niger und im tropischen Guinea-Bissau innerhalb kurzer Zeit verschlissen sind. Denn nur mit den geeigneten Fahrzeugen können unsere Mitarbeiter in die entlegenen Dörfer gelangen, um Kinder mit Noma zu unseren Stationen zu bringen.

Dazu kommen die Kliniken in der nigrischen Hauptstadt Niamey und in Bissau, der Hauptstadt von Guinea-Bissau, in denen wir Kinder operieren können. Das Trainingszentrum in Niamey, in dem wir in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation medizinisches Personal aus Westafrika in der Behandlung und Prävention von Noma schulen, muss ebenfalls finanziert werden. Eine Ernährungsklinik für schwer unterernährte Kinder im südlichen Niger — Mangelernährung ist eine der Hauptursachen von Noma — befindet sich derzeit im Bau und soll noch in 2017 ihre Arbeit aufnehmen.

Insgesamt werden für die nachhaltige Arbeit in Niger jährlich rund 2 bis 2,5 Millionen Euro benötigt. Dazu kommt noch einmal rund eine Million Euro, um die Arbeit in Guinea-Bissau, das wie Niger eines der ärmsten Länder der Welt ist, die Hilfe zu gewährleisten. Mit den bisherigen, „sporadischen“ Spenden war dies nicht möglich. So stand der Verein 2004 vor einer Grundsatzentscheidung: Fahren wir die Hilfe drastisch zurück oder holen wir uns professionelle Hilfe, um langfristig die Arbeit in Afrika finanziell abzusichern?

Entscheidung für professionelles Fundraising

Nach langen und reiflichen Überlegungen entschied sich die Mitgliederversammlung am 29. September 2004 für die Unterstützung von außen, die viele andere Organisationen schon längst in Anspruch nahmen.

Der Aufbau eines so genannten Spenderstammes ist teuer. Die Bindung der Unterstützerinnen und Unterstützer erzeugt Kosten. Zahlreiche Spendenbriefe müssen konzipiert, erstellt und verschickt werden, um eine verlässliche und stabile Anzahl von Spenderinnen und Spendern zu etablieren. Die Versandkosten der Spenderbriefe verursachen rund ein Drittel der Verwaltungskosten; die Herstellung der Briefe, Überweisungsträger, Faltblätter, Beileger, Telemarketing und andere Aktionen ergeben den Rest.

Nur so konnten wir eine solide, finanzielle Basis schaffen, bzw. können wir diese erhalten, um die Weiterführung unserer Arbeit in Afrika zu garantieren. Seit dem Einsatz professioneller Fundraiser konnten wir unsere Spendeneinnahmen mehr als verdoppeln: Während wir in den Jahren 2000 bis 2003 ein durchschnittliches Spendenaufkommen von rund 1,1 Millionen Euro hatten, erhielten wir im Zeitraum von 2004 bis 2015 durchschnittlich rund 3,0 Millionen Euro.

Die Kosten der Spendenwerbung

Entscheidend für uns ist, dass dabei stets die Vorgaben der Finanzbehörden und des Gesetzgebers konsequent eingehalten werden. So gewährleisten wir, dass unser Verein vom Finanzamt Regensburg als gemeinnützig anerkannt wird.

Wir machen Ihnen mit unserem Jahresbericht auch den aktuellen Finanzbericht der Hilfsaktion Noma e.V., erstellt durch das Regensburger Steuerbüro Ehrl, Baier & Kollegen, auf unserer Internetseite zugängig.

Klicken Sie bitte auf diesen Text, um den Jahres- und Finanzbericht zu sehen.

Helfen Sie uns bei der Suche nach einer alternativen Finanzierung!

Ich hoffe Sie stimmen uns zu, dass wir im Kampf gegen Noma nachhaltig helfen müssen. Wir überprüfen derzeit Möglichkeiten, die weiterhin hohen Kosten für die Absicherung unserer Arbeit zu reduzieren.

Falls Sie Vorschläge haben, wie wir dies erreichen können und gleichzeitig den Kindern in Afrika effektiv helfen können, bitten wir Sie, uns dies mitzuteilen — am besten per E-mail unter mail(at)hilfsaktionnoma(punkt)de.

Wir beantworten auf diesem Weg selbstverständlich auch gerne alle weiteren Fragen, die Sie haben!

 

Wir folgen auch der freiwilligen Selbstverpflichtung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.
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